HANDVERLETZUNGEN
Das Zusammenspiel zahlreicher kleiner Knochen, Muskeln und Bändern macht aus der Hand ein wahres Wunderwerk der Natur. Dieses empfindliche Gefüge ermöglicht eine große Funktionalität und ist wohl eines der größten Leistungen der menschlichen Evolution. Es kann jedoch leicht durch Verletzungen oder anderen Beschwerden aus der Balance gebracht werden. Die herausragende Bedeutung der Hand wird uns häufig erst dann bewusst, wenn sie in ihrer Funktion eingeschränkt ist.
Die Handchirurgie umfasst die Behandlung akuter Verletzungen und deren möglichen Folgen sowie degenerative Erkrankungen, Engpasssyndrome, Fehlbildungen und andere Pathologien. Wenn möglich erfolgt die konservative Therapie, wobei jedoch oft durch kleine Eingriffe (z.B. beim CTS - Carpaltunnelsyndrom) schnelle Beschwerdebesserung bzw. Heilung erzielt werden kann.
  • eine hand besteht aus 27 knochen & 36 gelenken,
    das entspricht etwa einem viertel aller
    knochen des menschlichen körpers
  • 25 Millionen mal beugen und strecken
    wir unsere finger im laufe des lebens
  • In den fingern gibt es keine muskeln, die
    Finger werden aus den muskeln des unterarms
    und handgelenks bewegt
MEINE SCHWERPUNKTE
Carpaltunnelsyndrom
Schnellender Finger
Ganglion
Sehnen- und Bandverletzungen
Das CTS liegt bei ca. 15% der Bevölkerung vor und ist damit das häufigste Nervenengpass-Syndrom des Menschen. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer.

Beim CTS wird der Mediannerv (Nervus Medianus) im Bereich des beugeseitigen Handgelenks in seinem Kanal eingeengt. Dies kann durch direkte mechanische Kompression (z.B. nach Fraktur oder durch anatomische Varianten) oder durch schwellungsbedingte Zunahme des Tunnelinhaltes (rheumatische, hormonelle oder degenerative Erkrankungen) bedingt sein.

Die klinische Inspektion und Messung der Nervenleitgeschwindigkeit werden herangezogen, um das Ausmaß der Erkrankung zu bestimmen. Liegen bereits z.B. Muskelveränderungen vor, ist mit einem protrahierten Verlauf zu rechnen. Häufig sind Taubheits- oder Kribbelgefühle im Bereich der Finger spürbar, aber auch v.a. Nachts bestehende, brennende oder elektrisierende Schmerzen.

Anfangs sind konservative Maßnahmen (wie z.B. Lagerungsschienen oder entzündungshemmende Medikamente) zielführend. Es gilt jedoch den richtigen Zeitpunkt zur Operationsindikation nicht zu versäumen, um Langzeitschäden zu vermeiden. Bei einer Operation erfolgt die Dekompression durch vollständiges Spalten des straffen Bandes (Retinakulum), welches sich über den Kanal spannt.
Nicht immer kann eine Ursache erhoben werden. Es besteht jedoch ein Zusammenhang mit Überbelastungen und chronischen entzündlichen Erkrankungen. Es kommt zu einer entzündlich bedingten Einengung der Sehnenscheide (im Bereich des A1 Ringbandes) oder Verdickung der Sehne selbst.

Die Beschwerden können je nach Stadium sehr unterschiedlich sein: Zu Beginn eventuell nur störend, kommt es mit zunehmender Ausprägung zu Schmerzen und Bewegungseinschränkung (charakteristisches Schnappen). Dies kann letztendlich bis zur vollständigen Blockade des Finges in Beugestellung führen.

Hier kann bei erfolgloser konservativer Therapie durch einen kleinen operativen Eingriff das Ringband gespalten werden.
Als Ganglion (sog. „Überbein“) wird eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste bezeichnet, die in Kommunikation mit einem Gelenk oder einer Sehnenscheide steht. Es ist die häufigste Ursache für nicht-traumatische Schwellungen im Handgelenksbereich.

Ganglien führen zu mechanischen Gelenksschmerzen. Oft bestehen auch dumpfe oder brennende Schmerzen im Bereich der Zyste. Diese Beschwerden können bereits bestehen bevor eine Zyste erkennbar ist, man spricht in solchen Fällen von „okkulten“ Ganglien.

Ganglien entstehen am häufigsten am Handrücken zwischen Kahn- und Mohnbein. Zeitweise entstehen Ganglien auch im Bereich der Beugesehnen. Je nach Beschwerden und Ausmaß kann eine konservative als auch operative Therapie erfolgen. Der Ultraschall und das MRT haben sich zur Diagnostik bewährt. Ganglien können spontan selbst heilen. Bei anhaltenden Beschwerden oder bestehender Kompression umgebender Strukturen (z.B. Nerven) stellt sich die Indikation zur Operation.
Unfallbedingte Bandverletzungen an Finger und Hand sind häufig. Luxierte Fingergelenke müssen nachdem sie wieder eingerenkt wurden, mittels Schienen ruhiggestellt werden, damit die verletzten Bänder in der richtigen Position heilen können.

Einen besonderen Stellenwert nimmt hier der Skidaumen ein: es kommt unfallbedingt zum Einriss des ulnaren Seitenbandes Daumengrundgelenk. Unter manchen Voraussetzungen kann die Therapie konservativ erfolgen. Stressaufnahmen und der klinische Befund sind notwendig, um eine vermehrte Instabilität des Gelenkes zu erkennen. In solchen Fällen wird das Band chirurgisch refixiert oder genäht, um die Stabilität des Gelenkes wieder herzustellen.

Schnittverletzungen führen häufig zu Schäden an den Sehnen (und ggf. anderer Strukturen wie Nerven), welche möglichst frühzeitig im Rahmen einer klinischen Begutachtung und chirurgischen Revision erkannt werden sollten. Nicht immer geht eine Sehnen(teil-)durchtrennung mit einer Bewegungseinschränkung einher. Dies kann in weiterer Folge problematisch werden, wenn die z.B. teilweise durchtrennte Sehne reißt. Durch rechtzeitige chirurgische Rekonstruktion kann die Funktion der Sehne dauerhaft wiederhergestellt werden.
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BEHANDLUNGSMETHODEN
  • Stoßwellentherapie
    Die Stoßwellentherapie wird zur Behandlung von Schmerzsyndromen, Muskel- und Bandverletzungen, Verspannungen und diverser anderer Beschwerden eingesetzt.
    In der Ordination stehen die modernsten Geräte der Firma „Storz Medical“ zur Verfügung, welche sowohl die radiäre als auch die fokussierte Stoßwellentherapie ermöglichen. Die Stoßwellentherapie entfaltet ihre Wirksamkeit in der Tiefe und bündelt ihre Energie im Zentrum des Schmerzpunktes. Die Eindringtiefe der Impulse kann dabei an das zu behandelnde Gewebe angepasst werden und wirkt unmittelbar vor Ort. Die Hauptindikationen sind u.a. der plantare Fersensporn, Tennis- und Golfellenbogen, Überlastungssyndrome am Kniegelenk und die Achillessehnenreizung.
  • Infiltration (Hyaluronsäure)
    Bei akuten Schmerzen bietet eine Infiltration rasche Hilfe. Je nach Pathologie können Schmerzmittel direkt in die betroffenen Stellen (Muskeln, Bänder, Nerven oder Gelenke) eingebracht werden. Zudem besteht die Möglichkeit die Infiltration mit anderen Medikamenten (z.B. Kortison) zu kombinieren. Hyaluronsäurepräparate sind fester Bestandteil der Arthrosetherapie und ermöglichen häufig eine Beschwerdebesserung oder sogar die Vermeidung einer Operation (bzw. Verzögerung den Eingriffs). Die qualitativ hochwärtigen Präparate von „Haemopharm“ ermöglichen eine Therapie auf höchstem qualitativen Niveau.
  • EIGENBLUTTHERAPIE
    Die Eigenbluttherapie mittels ACP (=Autologem Conditioniertem Plasma) hat - bei bestimmten Indikationen - bereits Einzug in die niedergelassenen Ordinationen gehalten. Die „IMPACT- Plattform“ für autologe Zelltherapien ermöglicht zahlreiche Therapieansätze. Nach einer Blutabnahme kann durch dieses System in der Ordination nicht nur ACP hergestellt werden, sondern Blutprodukte (Orthobiologics) verschiedener Zusammensetzung. So kann auf die individuellen Therapiebedürfnisse des Patienten eingegangen werden.
  • Operativer Eingriff
    Konservative Therapie hat ihre Grenzen. Es werden immer Vor– und Nachteile der konservativen und operativen Behandlungsoptionen erläutert. Ist eine Operation notwendig, dann wird diese wenn möglich minimal-invasiv in arthroskopischer Technik durchgeführt. Ziel ist es, immer die zugrundeliegende Pathologie zu behandeln ohne durch die Operation einen zusätzlichen Schaden zu verursachen.

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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
Carpaltunnelsyndrom

Wie kann ich vorbeugen?

Die Entstehung eines Karpaltunnelsyndroms kann durch zahlreiche Ursachen bedingt sein. Diese sind zum Großteil nicht beeinflußbar. Es besteht aber auch ein Zusammenhang mit Überlastungen und Fehlhaltungen im Handgelenk. So sollten sie z.B. bei Bürotätigkeiten am Schreibtisch auf ergonomisches Arbeiten achten.

Was passiert, wenn ein Carpaltunnelsyndrom unbehandelt bleibt?

Manche Ursachen sind reversibel und die Beschwerden bessern sich. Auch die konservative Therapie kann in Anfangsstadien gute Ergebnisse bringen. Bestehen jedoch bereits Muskelatrophien und sonstige Anzeichen für einen fortgeschrittenen Nervenschaden, sollte die Indikation zur Operation erfolgen, um Langzeitschäden (vor allem Funktionsstörungen des Daumens) zu vermeiden.

Wie lange muss ich nach einer Operation meine Hand schonen?

Am Ende der Operation wird ein Verband angelegt. Sie sollten bis zum Fadenzug (14 Tage) die Hand möglichst schonen. Alltagsaktivitäten können jedoch sofort postoperativ durchgeführt werden.
Schnellender Finger

Welche Auswirkungen hat ein unbehandelter schnellender Finger?

Bleibt ein schnellender Finger unbehandelt, so können prinzipiell die Beschwerden auch wieder zurückgehen. Im Regelfall kommt es jedoch zu einem zunehmend schmerzhaften Schnappen. Die Beweglichkeit des Fingers wird eingeschränkt und kann schlussendlich in Beugestellung fixiert sein.

Wie lange bin ich nach der Operation arbeitsunfähig?

Die operative Spaltung des A1-Ringbandes kann durch einen kleinen Hautschnitt (ca. 1,5 cm) erfolgen. Um Verklebungen der Beugesehnen zu vermeiden, sollten die Finger bereits am Operationstag bewegt werden. Alltagsaktivitäten können durchgeführt werden. Schonung bis Fadenzug (14 Tage) ist empfehlenswert. Wenn eine Bewegungseinschränkung nach Operation bestehen sollte kann eine Ergotherapie durchgeführt werden.
Ganglion

Kann ein Ganglion gefährlich sein?

Ein Ganglion ist gutartig und ungefährlich, dennoch kann es schmerzen und wird oft als ästhetisches Problem angesehen. Prinzipiell sollte jede auftretende Schwellung von einem Arzt abgeklärt werden.

Was passiert, wenn ein Ganglion platzt?

Ganglien können spontan verschwinden. Hier kann es auch zum Platzen des Ganglions kommen: hierbei tritt die Flüssigkeit ins umliegende Gewebe und kann eine schmerzhafte lokale Entzündungsreaktion auslösen. Schonung, lokale Kühlung und entzündungshemmende Medikamente können hier helfen.

Wann ist eine Operation notwendig?

Je nach Beschwerden und Ausmaß kann eine konservative als auch operative Therapie erfolgen. Der Ultraschall und das MRT haben sich zur Diagnostik bewährt. Ganglien können spontan selbst heilen. Bei anhaltenden Beschwerden oder bestehender Kompression umgebender Strukturen (z.B. Nerven) stellt sich die Indikation zur Operation.
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